Eigentlich war für Dingboche nur ein Akklimatisierungstag geplant. Leider wusste ich es nicht besser und bin am Ruhetag bis auf 5070m aufgestiegen. Das war vermutlich etwas zu viel des Guten. Während des Aufstiegs ging es mir gut, jedoch hat mich abends die Höhenkrankheit gepackt. Ich war müde, hatte aber vor allem Magenprobleme. Jetzt im Nachhinein bin ich mir recht sicher, dass die Magenprobleme durch unsauberes Essen bzw. schlechte Hygiene zustande gekommen sind.
Am nächsten Morgen war ich dann nicht so fit, dass ich meine Reise fortsetzen wollte. Meine Bekanntschaften sind alle weitergezogen und ich habe versucht mich mit der Krankheit und meinem Magen zu arrangieren. Ich bin also noch eine zusätzliche Nacht in Dingboche geblieben, in der Hoffnung, dass ich am nächsten Morgen aufsteigen werde. Zum Glück haben mir einige Nepalesen Tipps gegeben, und so ging es mir am Abend, als ich diese Zeilen tippte, schon wieder besser.
Was hilft also bei der Höhenkrankheit?
Man sollte viel warmes Wasser trinken, am besten mit Knoblauchzehen versetzt. Darüber hinaus schwören die Lokals auf Knoblauchsuppe und dazu puren Reis.
Viele Trekker nehmen auch Tabletten gegen die Höhenkrankheit, was ich eigentlich am nächsten Morgen ausprobieren wollte. Sollte es mir gut gehen, so wollte ich weiter Richtung Everest Base Camp aufsteigen, andernfalls wollte ich kein Risiko eingehen und meine Wanderung vorzeitig abbrechen und mich auf den Rückweg machen. Und so kam es dann auch. Abbruch und Rückmarsch!
Leider ging es mir an Tag
7 in Dingboche auf 4440m nicht perfekt, sodass ich mich aus
Sicherheitsgründen für den Abstieg entschied. Die letzte Rettung ist dann im Ernstfall die mit dem Helikopter, für mehrere tausend Dollar.
Das nächste Ziel wäre „Lobuche“ auf 4940m gewesen. Danach wäre es nach Gorakshep auf 5207m weiter gegangen.
Das Everest Base Camp auf 5364m und schließlich den Aussichtspunkt Kala Patthar mit seinen unglaublichen 5644 Metern hätte ich dann einzeln von Gorak Shep aus, an zwei Tagen, angelaufen.
Es hat einfach leider nicht seien sollen. Höhenkrankheit und Lebensmittelvergiftung zusammen waren zu viel für mich!!!
Die Lebensbedingungen wären im Übrigen neben der Höhe auch nicht besser geworden. Kältere Temperaturen und dadurch noch mehr gefrorenes Wasser hätten es noch schwieriger gemacht.
Mit meiner Entscheidung bin ich aber keinesfalls unzufrieden. Ich hatte ein tolles Erlebnis im Himalaya. Körperlich hatte ich keine Probleme. Meinen Rucksack mit 18,5 kg konnte ich ohne Mühe tragen. Trotzdem empfehle ich allen den Rucksack leichter zu packen. Lasst Überflüssiges am besten im Hotel in Kathmandu oder in Lukla.
Wie ich oben schon erwähnt habe, bin ich am Akklimatisierungstag auf 5070m aufgestiegen. Hier hätten wohl 4600m auch gereicht. Die Sicht von dort oben war aber gigantisch!
In Dingboche ging die Toilettenspühlung noch nicht. Eine warme Solardusche konnte man aber bereits nehmen. Aufgestanden bin ich bei minus 2 Grad.
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